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Åsa Jungnelius |
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Als Kosta Boda im Jahr 2007 eine Stelle zu vergeben hatte, fiel die Wahl auf Åsa Jungnelius. Eine Künstlerin, die den vorherrschenden Geschmack herausfordern will und die gelegentlich als "Glasfeministin" bezeichnet wurde. Jungnelius gehört der neuen Generation von Designern bei Kosta Boda in Småland an. Just in Småland war es, wo sie ihre fundierte Ausbildung im Bereich Glas an der Glasschule von Orrefors begann. Sie wurde Glasbläserin. Dieser Beruf erfordert Geschick, Genauigkeit und Gefühl. Danach ging es nach England, Kenia, Italien und in die USA bevor sie schließlich an der Kunsthochschule Konstfack in Stockholm ankam. Jungnelius ist aufgrund ihres suggestiven künstlerischen Werks bekannt geworden. Das hat im Laufe der Jahre zu einer großen Anzahl von Ausstellungen geführt, einige davon mit der Künstlergruppe WeWorkInAFragileMaterial, der sie angehört. Bevor sie sich mit Kosta Boda verband profilierte sie sich unter anderem mit riesigen Lippenstiften aus Glas. Ihr Ziel ist es, den Konsum zu hinterfragen: "Make-up ist zu einem Statussymbol geworden und das, was wir konsumieren wird in gewisser Weise zu unserer Identität. Ich sage nicht, dass das richtig oder falsch ist, aber es ist zweifellos ein interessantes Phänomen." Für Kosta Boda hat sie die Serie "Make Up" geschaffen, fast halbmeterhohe Nagellackflaschen aus farbigem Glas, die großes Aufsehen erweckt haben. Wenn man Alltagsgegenstände, die normalerweise klein sind, in riesiger Größe sieht, hat das eine beeindruckende Wirkung. |
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Sie greift Stereotypen als Vorlage auf, stellt Bezüge her und entwickelt daraus Aufsehen erregende künstlerische Stellungnahmen. Das was als echt oder falsch gilt und die Eigenschaften, die den Wert eines Objekts bestimmen, inspirieren sie. Sie arbeitet gerne mit stereotyp aufgeladenen Gegenständen als Vorlage um deren überkommene Bedeutung zu unterstreichen oder zu unterlaufen. Ihre Kunst kreist um ästhetische Hierarchien, Bling-Bling und Mode. Die Werke sind häufig durch eine feministische Spitze gekennzeichnet. In ihrem Design interpretiert Jungnelius auch soziale Fragen wie Geschmack und Klasse. Rein vom Aussehen her kann man ihr Design kaum als "skandinavischen Minimalimus" bezeichnen. Sie ist energisch und schafft spannende Dinge, die den Betrachter faszinieren. Eine der ersten Aufgaben von Åsa Jungnelius für Kosta Boda war die Gestaltung einer Serie für den gedeckten Tisch. Das spannende Resultat war die Serie "Jackie"; ein punkiges Golddekor für den Tisch, bei dem Form und Funktion eine Einheit bilden. Riesige Schalen und Vasen in zartem Rosa, Lila und warmen Orangefarben. Die Formen wecken Assoziationen von dem Prunk in Schlössern und Herrensitzen. Dazu kommen kühne Pinselstriche aus reinem Gold. Für Jungnelius ist "Jackie" eine Mischung zweier Kulturen, zweier Epochen. Die formale Referenz rührt von der Einrichtung von Schlössern her und die Gegenstände wurden geschaffen um einen "alten Stil" nachzuahmen. Doch was das gemalte Gold angeht, so erinnert es mehr an Rock ´n´ Roll! Es ist eine Art Action Painting, bei dem die breiten, wuchtigen Pinselstriche eine jede Schale und Vase einzigartig machen. Zu "Jackie" gehören auch die stämmigen Gläser, bei denen die Oberkante des Glases mit Gold künstlerisch bemalt wurde. Das Gold sieht aus, als würde es über das Glas herabfließen. Über eben diese Gläser sagt sie Folgendes: "Ich möchte die Gläser wie einen Kelch ansehen. Sie sollen groß und schwer sein. Ich mag es, die Proportionen zu verzerren um zu überraschen. Die Dinge sind nicht immer so, wie man es glaubt. Ich wollte auch, dass das Gold "herabfließen" sollte, genau so, wie die Getränke ins Glas fließen. Es soll an der Grenze zwischen ordentlich und einzigartig sein, dadurch ähnelt es mehr den Menschen. Das Glas bekommt eine Seele." |
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