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Erika Lagerbielke |
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Erika Lagerbielkes Talent und Gespür für Design waren der Grund, weshalb sie ein Arbeitsstipendium von Orrefors erlangte und bereits vor ihrem Abschluss an der Kunsthochschule Konstfack in Stockholm 1983 in der Glashütte arbeitete. Ein Jahr später erhielt sie einen großen Auftrag, bei dem es darum ging ein Glasservice für ein jüngeres Publikum zu entwerfen. Daraus entstand das Service "Intermezzo", das sich zu einer der meistverkauften und beliebtesten Serien in der Geschichte von Orrefors entwickeln sollte. Erika Lagerbielke sagte über den charakteristischen blauen Tropfen im Fuß des Glases: "Meine ganze Hingabe an das Glasbläserhandwerk ist in der blauen Luftblase von Intermezzo gesammelt. All mein Wissen liegt hier konzentriert." Umfangreiche Kenntnisse über Glasbläserei und die Zielstrebigkeit Erika Lagerbielkes waren erforderlich, um die blaue Luftblase im Fuß des Glases zu schaffen. "Intermezzo" gibt es seit über 20 Jahren und die Serie wird kontinuierlich mit neuen Teilen erweitert. Jetzt ist sie auch mit einer schwarzen Luftblase erhältlich. Erika Lagerbielke hat ein ums andere Mal bewiesen, dass sie die Kunst beherrscht, schöne und brauchbare Glasservice zu schaffen, bei denen die Objekte für sich und die Serie als Ganzes gleichermaßen einzigartig sind. Ihr Glasservice "Difference", das 2002 geschaffen wurde, ist revolutionär; es wurde bewusst und methodisch entwickelt um das Geschmackserlebnis zu intensivieren. Die Formen wurden in Zusammenarbeit mit dem Weinexperten Bengt Göran Kronstam so entwickelt, dass sie auf den Charakter der unterschiedlichen Getränke abgestimmt sind. Die Form wurde also darauf abgestimmt, das Optimale aus dem Getränk herauszuholen indem die Eigenschaften und der Charakter des Getränks verstärkt werden. Deshalb gibt es zum Beispiel nicht nur ein Weißweinglas, sondern zwei, damit sowohl die fruchtigen als auch die frischen Weine zu ihrem Recht kommen. |
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Das ungekünstelte, klare Design zieht sich wie ein roter Faden durch alles, was Erika Lagerbielke entworfen hat, gleich welche Technik sie im Einzelfall ausgetestet hat. Die Zusammenarbeit und Begegnung mit den geschickten Glaskunsthandwerken waren stets wichtig um die technischen Lösungen zu entwickeln derer es bedarf, damit die Ideen in ein greifbares Ergebnis umgesetzt werden können. Eben diese Lust am Erforschen des eigenen künstlerischen Materials und dessen Möglichkeiten spürt man auch, wenn man Erika Lagerbielke in ihrer Funktion als Professorin für Glas an der Universität Växjö erlebt. Sie betont wie wichtig es sei, dass die Schüler in der Ausbildung für Glasdesign im Großteil der heutzutage verfügbaren Techniken und auch in der Entwicklung neuer Techniken ausgebildet werden. Erika Lagerbielke hat vor allem Gebrauchsglas geschaffen, das mit Preisen ausgezeichnet wurde und von den Kunden geliebt wird. Sie hat auch Glaskunst geschaffen, bei der die optischen Möglichkeiten des Kristalls mittels Farben und hoch entwickelter Schleiftechnik genutzt werden. Bei der Glaskunstausstellung ?Visions in Glass? 2007 präsentierte sie auch ein Werk in farbigem Glas in der für Orrefors patentierten Graal-Technik, die darauf beruht, dass verschiedene Schichten von Glas übereinander gelegt werden, um einem Muster Tiefe zu verleihen. Erikas Design von Gebrauchsglas ist ziemlich berühmt. Darüber hinaus hat sie jedoch auch eine Reihe von Aufträgen für die Gestaltung des öffentlichen Raums erhalten, angefangen von Kirchen bis hin zu öffentlichen Parks in ganz Schweden. Ihr Werk wurde auch in unzähligen Ausstellungen auf der ganzen Welt gezeigt. Sie ist im Nationalmuseum in Stockholm, dem Röhsska Museet für Kunsthandwerk und Design in Göteborg und im Glasmuseum im dänischen Ebeltoft vertreten. |
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